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Balancing the center and the local: Mobilization and production strategies of the Inca and colonial state in Cochabamba, Bolivia (2022 - 2024, DFG)

Beginning: 01.01.2022

Project Term: 36 months

Project Team: Prof. Dr. Karoline Noack (Ethnohistory)
Dr. Olga Gabelmann (Archaeology)

 

 Cochabamba Tal vom Inka-Verwaltungszentrum Incaracay aus (Cochabamba Valley from the Inka administrative center Incaracay)

Cochabamba Valley from the Inka administrative center Incaracay

 

The project aims at an interdisciplinary analysis of archaeological and ethnohistorical data regarding the changes in settlement patterns, population and land use during the Inca conquest and occupation of the Cochabamba valleys and its impact on the rest of the Inca Empire, especially on the expansion of its Northern part (today Ecuador). Under the reign of Inca Huayna Capac (1491 – 1527 AD), the Central Valley of Cochabamba experienced massive population changes through the colonization of 14.000 mitimaes from all over the empire to work on the Inca state fields. In turn, the original groups were expulsed and sent to the eastern valleys. The paramount interest of the Inca was the fertile valley bottom for the cultivation of maize and the generation of surplus and staple goods for further conquests. The population movements before and after Spanish Conquest can be tracked in archival sources, a work that hardly hasn’t be done so far. The archeological complex of Quilllacollo and Colcapirhua consists of more than 4000 granaries, located in four different sectors on the hills to the south of Rocha River. Preliminary mappings indicate an area of more than 200 hectares. In no other area of the vast Inca Empire existed such gigantic capacity for the storage of maize as in Cochabamba, indicating that Cochabamba seems to have played a highly important role in the economic, political and social organization of the Empire. The novel interdisciplinary approach of a combined ethnohistorical (archival) and archaeological study will help to investigate the mechanisms of the Inca State, and the role of the qollqas specifically. Both methodologies are different from each other but complementary in helping to build a complete picture of the Late Horizon in Cochabamba and beyond. Additionally, we will investigate climatic and environment-specific aspects, which allowed such a magnitude of cultivation of maize in the region.

Mehr als 4.000 Maisspeicher (qollqas) oberhalb von Cochabamba (more than 4,000 granaries/ qollqas located on the hills)

More than 4,000 granaries/ qollqas located on the hills

 


 

Das Zentrum und das Lokale im Gleichgewicht: Mobilisierung und Produktionsstrategien des Inka- und frühen Kolonialstaats in Cochabamba, Bolivien (2022 - 2024, DFG)

Start:01.01.2022

Laufzeit: 36 Monate

ProjeKt Team: Prof. Dr. Karoline Noack (Ethnohistorie)
 Dr. Olga Gabelmann (Archäologie)

 

Cochabamba Tal vom Inka-Verwaltungszentrum Incaracay aus (Cochabamba Valley from the Inka administrative center Incaracay)

Cochabamba Tal vom Inka-Verwaltungszentrum Incaracay aus

Das Projekt strebt eine interdisziplinäre, d.h. archäologische und ethnohistorische Analyse an, mit der die Veränderungen in den Siedlungsmustern, die Migrationsbewegungen von Bevölkerungen und die Muster der Landnutzung während der Eroberung und Kolonisierung der Cochabamba-Täler durch den Inka-Staat untersucht werden können. Auf dieser Grundlage wird auch der Einfluss der Eroberung der Täler von Cochabamba auf das restliche Inkareich, insbesondere auf die Erweiterung seines nördlichen Teils (des heutigen Ecuador), verstanden werden können. Unter der Regierung des Inka-Herrschers Huayna Capac (1491 – 1527 n. Chr.) war das Zentraltal von Cochabamba Schauplatz massiver Veränderungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung. 14.000 mitimaes (Umgesiedelte) wurden aus dem gesamten Territorium des Inka-Staates nach Cochabamba umgesiedelt, um auf den staatlichen Feldern zu arbeiten. Im Gegenzug wurden die einheimischen Bevölkerungsgruppen vertrieben und in die östlichen Täler geschickt. Das Hauptinteresse der Inka galt der fruchtbaren Talsohle für den Anbau von Mais und die Bildung eines Surplus an Grundnahrungsmitteln wie Mais für weitere Eroberungen. Die Bevölkerungsbewegungen vor und nach der spanischen Eroberung kann in Archivquellen verfolgt werden, was bisher kaum erfolgt ist. Der archäologische Komplex von Quillacollo und Colcapirhua besteht aus mehr als 4000 Getreidespeichern in vier verschiedenen Bereichen auf den Anhöhen südlich des Flusses Rocha. Vorläufige Kartierungen zeigen ein Gebiet von mehr als 200 Hektar. In keinem anderen Gebiet des riesigen Inkareiches existierte eine solch gigantische Lagerkapazität für Mais wie in Cochabamba. Das deutet darauf hin, dass Cochabamba eine zentrale und bedeutende Rolle in der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Organisation des Inkareiches gespielt haben wird. Die innovative interdisziplinäre Annäherung an eine gemeinsame ethnohistorisch-archivalische und archäologische Untersuchung wird es möglich machen, die Mechanismen des Inkastaates über die Rolle der qollqas zu erforschen und zu verstehen. Die ethnohistorische und archäologische Vorgehensweisen unterscheiden sich zwar voneinander, doch ergänzen sie sich bei dem Versuch, ein vollständiges Bild des Späten Horizonts in Cochabamba und darüber hinaus zu erstellen. Zusätzlich werden klimatische und umweltspezifische Aspekte erforscht werden, um zu verstehen, wie ein solches Ausmaß an Maisanbau in der Region möglich gemacht wurde.

Mehr als 4.000 Maisspeicher (qollqas) oberhalb von Cochabamba (more than 4,000 granaries/ qollqas located on the hills)

Mehr als 4.000 Maisspeicher (qollqas) oberhalb von Cochabamba

 

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